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Eine Frage des Preises

Wer vollmundig verspricht, dass er sich quasi selbst bezahlt macht, der muss auch begründen "wie" oder "warum":

Zunächst einmal spare ich natürlich Folgekosten ein. Eine gute Beratung beim "Vorher" ist immer besser als einen Schaden zu haben. Aber das wird argumentativ jeder Rechtsanwalt oder andere Berater vorbringen.

Einsparungsmöglichkeiten sind unter zwei Aspekten möglich:

  • Bei der IPO Beratung sind die Erlöse aus einem Börsengang zwar hoch, aber die Kosten zumeist auch. So verlangen allein die Konsortialbanken bis zu 5,5 Prozent des Emissionserlöses. Darüber hinaus zahlen Sie aber auch so genannte IPO Berater, den Wirtschaftsprüfer, der je nach Notierungssegment Abschlüsse und einen so genannten Comfort-Letter fertigen muss und zuletzt Rechtsanwälte, die den Prospekt schreiben, der von der Bundesanstalt für Finanzen dann genehmigt werden muss.

    • Einsparungspotential gibt es hier meistens nur bei den Konsortialbanken. Es besteht unter den Konsortialbanken ein harter Wettbewerb und diesen muss man erkennen und "ausnutzen". Heute kann man als Konsortialbank auch schon ein gutes Bankhaus bekommen, das lediglich 3,5 Prozent bei Platzierung erhält. Dazu ist es unbedingt nötig, dass man immer einen so genannten "Pitch" der Banken durchführt und sich mehrere potentielle Banken einlädt.
    • Nehmen wir also an, dass der Emissionserlös durch die Kapitalerhöhung 30 Mio. EURO beträgt. Dann ist der Unterschied, ob die Konsortialbanken darauf 5,5 Prozent oder 3,5 Prozent erhalten insgesamt 600.000 EURO.
    • Als unabhängiger "Einzelkämpfer" habe ich es beim Verhandeln der Konditionen mit den Konsortialbanken immer leichter, denn ich muss keine Kompromisse eingehen, wie die Kollegen der Großkanzleien. Dort herrscht zumeist die Ansicht: Großer Name und es kommt doch viel Geld herein und im Detail wird so etwas gern großzügig hinten angestellt.

  • Bei der VC Beratung ist es wichtig, dass möglichst viel des Beteiligungsgeldes auch tatsächlich in die Gesellschaft fließt. Nur dann können ehrgeizige Wachstumsziele auch erreicht werden.

    • Bereits im "Letter of Intent" (siehe Case Study VC) werden die Kostenfragen für die Fälle einer letztendlich erfolglosen Beteiligung (so genannte "break-up" fee) und einer erfolgreichen Beteiligung geregelt.
    • So findet sich in vielen "Letter of Intent" die Formulierung für den Fall einer erfolgreichen Beteiligung, dass sämtliche Kosten und Honorare externer Dienstleister aus dem Beteiligungskapital und dementsprechend aus dem Geld der Gesellschaft bezahlt werden.
    • Bei einer Investition von 3 Mio. EURO mit Meilensteinen können die Nebenkosten durch Kosten der Due Diligence auch schon im Bereich von 100.000 EURO liegen. Zudem muss die Kanzlei des Investors in aller Regel bezahlt werden.
    • Dadurch, dass die Position des Investors bei jungen, aufstrebenden Gesellschaften in der Verhandlungsphase zumeist eine Gute ist, besteht in der Regel vor allem bei den Kosten für den Notar eine Einsparmöglichkeit:
      Ein deutscher Notar hat bei den VC-üblichen Beteiligungsverträgen aufgrund der Bestimmungen der Kostenordnung (KostO) und der Bundesnotarordnung (BNotO) wenig Spielraum bei der Festsetzung der Gebühren und Honorare. Aufgrund der Bestimmung des § 11 EGBGB ist es in bestimmten Fällen aber möglich, Beurkundungen in der Schweiz oder in Österreich vornehmen zu lassen, die in der Berechnung von Honoraren und Gebühren wesentlich freier sind. Dabei lässt man beispielsweise nur noch die Gesellschafterversammlung, die über die Kapitalerhöhung beschließt, die Übernahmeerklärung der neuen Stammeinlage und die neue Satzung bei einem deutschen Notar beurkunden, der dann die notwendigen Schritte mit dem Deutschen Registergericht vornimmt. Die Beurkundung der Beteiligungsvertrags und des Gesellschaftervertrags dagegen lässt man von einem Notar in der Schweiz oder Österreich durchführen. Näheres dazu sollten wir in einem persönlichen Gespräch besprechen. Es bestehen gute Kontakte zu Notaren in Österreich und der Schweiz.

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